Bayerischer Schweinebraten

Ein bayerischer Schweinebraten mit Bier-Soße

Ziehen wir weltweit durch die Fußgängerzonen der Metropolen, stehen einige Mythen fest: Amerikaner ernähren sich überwiegend von Hamburger mit Pommes, Japaner von Sushi mit Reis und in Bayern ist es eben der Schweinebraten mit Bier.

Wenn auch die bayerische Küche etliche andere Schmankerl kennt, der bayerische Schweinebraten gehört definitiv mindestens einmal im Jahr auf den Tisch. Mit diesem Rezept benötigen Sie für den bayerischen Schweinebraten gute zwei Stunden samt Soße.

Zutaten bayerischer Schweinebraten

Alleine in einem einzigen süddeutschen Kochbuch finden Sie über zehn verschiedene Rezepte, wie der bayerische Schweinebraten generationenübergreifenden Überlieferungen zufolge zubereitet wird und welche Zutaten dazu benötigt werden. Eines der traditionellen Gerichte ist der Schweinebraten mit Bier-Soße und Semmelknödel, satt sollten davon etwa sechs Personen werden:

  • 2 Kilogramm Schweinebraten (Wammerl oder Schulter)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Karotte
  • evtl. 1 Sellerie
  • Salz, süßer Paprika, Pfeffer und ganzer Kümmel
  • 1 Flasche dunkles Bier

Die Zubereitung des Bratens

Im Gegensatz zum Schweinebraten à la Schumacher wird die Schwarte direkt vor dem ersten Bratgang eingeritzt und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel von allen Seiten bestrichen. Der Schweinebraten wird in einem Bräter mit der Schwarte nach oben in den auf 175°C vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) geschoben.

Wer sich beim Kochen lieber Zeit lässt, sollte im Vorfeld Zwiebel, Lauch, Karotte und den Sellerie vorschneiden, denn nach den ersten zehn Minuten Garzeit sollte es im Bräter verteilt und mit dunklem Bier abgegossen werden. Ideal ist es, wenn die Flüssigkeit den bayerischen Schweinebraten im Bräter etwa 1,5 Zentimeter hoch umschließt.

Die nächsten 1,5 Stunden bleibt der bayerische Schweinebraten im Backofen. Wichtig ist, dass der Schweinebraten nicht abgedeckt wird, da das Kondenswasser die Bildung der knusprigen Kruste verhindern würde. Die Bier-Soße verdampft dadurch teilweise und sollte von Zeit zu Zeit nachgegossen werden. Die Kruste wird noch besser, wenn man sie beim Nachfüllen der Bier-Soße mit kaltem Wasser bestreicht.

Kurz bevor der bayerische Schweinebraten aus dem Backofen genommen wird, sollte die Unterhitze ausgeschaltet und die Kruste bei 200°C Oberhitze wenige Minuten gegrillt werden.

Die richtige Soße zum bayerischen Schweinebraten

Vor dem Grillen der Kruste ist es Zeit, die Bier-Soße anzurichten. Dazu wird der Sud mitsamt dem Gemüse aus dem Bräter in einen Topf umgefüllt. Sollte die Flüssigkeit nicht mehr für „genügend“ Soße reichen, kann Bier in den Topf nachgegossen werden. Nach etwa zehn Minuten einkochen sollte die Bier-Soße sämig sein, wird durch ein Sieb gestrichen und kann serviert werden.

Das i-Tüpfelchen: die Original-Beilage

Die typische Beilage zum bayerischen Schweinebraten mit Bier-Soße sind Semmelknödel und Sauerkraut. Semmelknödel werden aus Semmeln (Brötchen), Milch, Zwiebel, Butter, Petersilie, Ei, Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Mehl geknetet. Allerdings ist die „Bazerei“ für den ersten bayerischen Schweinebraten recht aufwendig, das Augenmerk sollte lieber auf der richtigen Einstellung des Backofens für das saftige Fleisch und die krosse Kruste liegen. Auch versierte Hausfrauen aus Bayern greifen hierbei gerne in die Trickkiste aus dem Supermarkt.

Sauerkraut wird in der Regel ebenfalls fast fertig gekauft. Zum bayerischen Schweinebraten wird Butterfett mit gewürfelten Zwiebeln und etwas Zucker erhitzt. Dazu geben Sie das Sauerkraut, Wacholderbeeren und Pfefferkörner, löschen es mit etwa 1 Tasse Brühe ab und lassen es ca. 20 Minuten köcheln. Sollte die Flüssigkeit der Sauerkraut-Soße verdampft sein, bevor die Zeit verstrichen ist – einfach nachgießen und am Ende abschütten.

Guten Appetit.